4. Öffentliche Fachtagung des AK Filmarchivierung NRW

„Filme bewerten: Eine vernachlässigte Notwendigkeit“, 7. Oktober 2010, Katholische Akademie Schwerte

Die Bewertung von Archivgut, und dazu gehört der Film, ist eine der schwierigsten und verantwortungsvollsten Aufgaben des Archivars. Er allein entscheidet über dessen Aufbewahrung auf Dauer oder über dessen Vernichtung für immer. Alles aufzubewahren, das weiß der Archivar aus eigener Erfahrung nur zu gut, ist keine Lösung; denn die finanziellen Ressourcen würden bei weitem nicht ausreichen, um die für Unterbringung, archivtechnische Bearbeitung, Erschließung und Bereitstellung zur Nutzung erforderlichen Sach- und Personalmittel aufzubringen.

Der Film hat im Unterschied zum Aktenstück eine weitere Qualität, die bei der Bewertung berücksichtigt werden muss. Abgesehen von dem Dokumentations- und Informationswert sowie dem Charakter des Unikats kann es sich um ein Filmkunstwerk handeln. Deshalb ist in vielen Fällen das Bewertungsproblem nicht mit den Antworten auf die schwierigen Fragen nach der Evidenz und dem Informationswert gelöst. Es bedarf eines differenzierten, auf das Archivgut Film abgestimmten Bewertungsverfahrens, das über das Inhaltliche hinausgeht.

Die Tagung soll durch Fachbeiträge, Diskussionen und Gespräche sowie praktische Demonstrationen helfen, Sie bei der Bewertungsentscheidung, für die es keine Patentlösung gibt, zu unterstützen und sicherer zu machen. Zugleich sollen geklärt werden, ob und wann es sich lohnt, Schnittmaterial, Licht-, Tonspur- und Mixbänder etc. auf Dauer aufzuheben.

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