Der Arbeitskreis Filmarchivierung Nordrhein-Westfalen

Der Arbeitskreis Filmarchivierung NRW besteht seit über zwei Jahrzehnten. Er wurde vom damaligen nordrhein-westfälischen Kultusminister Hans Schwier und von dem Filmreferenten des Landes NRW, Dr. Hans Joachim Klinger, anlässlich des “3. Landesforums Filmkultur” in Bielefeld am 11. September 1991 ins Leben gerufen. Aus einer Diskussion von Filmarchivaren und anderen Filminteressierten über den Zustand der Filmsicherung im Lande entstand die gemeinsame “Bielefelder Erklärung“. Sie setzte Eckpfeiler für die zukünftige Landespolitik in diesem Aufgabenbereich.

Der AK Filmarchivierung umfasst rund ein Dutzend Vertreter verschiedener Archivarten, die eines teilen: die Sorge um die Zukunft der Filmschätze des Landes und das Engagement für die eigenen AV-Bestände. Die Aufgaben des Arbeitskreises bestehen aus dem Austausch von Informationen über die Entwicklung der Filmarchivierung und Filmrestaurierung, der Weitergabe von Informationen an die von ihnen im AK repräsentierten Einrichtungen, der Diskussion mit dem Filmreferat der Staatskanzlei über die Probleme der Konservierung von Filmkopien, Videobändern und anderen Trägermaterialien in den Sammlungen und Archiven in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus sensibilisiert er die Öffentlichkeit für die Problematik der Vergänglichkeit von filmischen Werken. So veröffentlichten die Mitglieder im Herbst 2006 die “Düsseldorfer Erklärung“, die 15 Jahre nach der Verabschiedung der “Bielefelder Erklärung” eine kritische Bilanz zieht und auf die immer noch schwierige aktuelle Lage der Filmbewahrung in NRW verweist.

Für die Durchführung zweier landesweiter Erfassungen von Beständen – “Filmschätzen auf der Spur” 1994, erweitert 1997, gefördert vom damaligen Kultusministerium – sorgte der AK ebenso wie für die inhaltliche Erschließung mehrerer Bestände in Ruhrgebiet unter dem Projekttitel “Büchsenöffner” (2002/03). 2011 erschien im Auftrag des AK Filmarchivierung im Klartext-Verlag die umfangreiche Publikation “Filmarchivierung. Sammeln, Sichern, Sichten, Sehen”, hg. von Manfred Rasch und Astrid Dörnemann.

Stand: August 2014

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